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Transformationen unserer Zeit

Interview mit Dr. Sascha Ahnert, Vorsitzender des Vorstandes der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

Nachhaltigkeit in der Praxis, ESG-Kriterien, Work-Live-Balance, die neue Hauptstelle „NEO“ – spannende Einsichten in die „Transformationen“ unserer Zeit. Erfahren Sie mehr im folgenden Interview.

Herr Dr. Ahnert, als eine der ersten Sparkassen hat die Sparkasse Darmstadt über Standards der Sparkassen-Finanzgruppe hinaus das Thema Nachhaltigkeit in ihrem Leitbild verankert?

Ja, stimmt – wir versuchen das wirklich aktiv zu gestalten und wollen uns nicht hinter Schlagworten verstecken. Die Sparkasse Darmstadt hat Leitsätze zur Nachhaltigkeit zu den Bereichen Kundinnen und Kunden, Eigengeschäft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,Geschäftsbetrieb sowie gesellschaftliches Engagement entwickelt. Diese sind absolut transparent und öffentlich – und daran lassen wir uns messen.

Was bedeutet das eigentlich konkret in Sachen ESG bei der Sparkasse?

Wir schauen bei den ESG-Kriterien nicht nur auf das „E“, die Umwelt, sondern auch auf Soziales, also unsere Mitarbeitenden, und auch auf Governance, gute Unternehmensführung. Wir machen hier viele Angebote, von betrieblichem Gesundheitsmanagement über ein großes Sportangebot bis zu Mitarbeiterveranstaltungen – was sehr gut angenommen wird.

Dr. Sascha Ahnert, Vorsitzender des Vorstandes der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

Und wir entwickeln uns weiter: Seit Dezember 2022 gibt es bei uns einen sogenannten Work-Life-Balance-Day. Das heißt, dass eine Erreichbarkeit der Mitarbeitenden der Sparkasse freitags ab 12:30 Uhr nicht mehr erwartet wird. Intern und extern. Gerade für die telefonische Erreichbarkeit im Beratungscenter gab es hier im Vorfeld Zweifel, doch bisher ist noch keine Beschwerde oder Unmut der Kundinnen und Kunden zu verzeichnen. Und auch intern ist das ein Punkt für „Employer-Branding“, denn diese weichen Themen sind heute bei Bewerbenden mindestens genauso wichtig wie beispielsweise Gehaltsfragen.

Diese Schritte weiter zu gehen und zu verbessern und somit nachhaltig zu handeln verschafft auch buchstäblich nachhaltiges Vertrauen in den Arbeitgeber – und das merken wir!


Welche Veränderungen ergeben sich dadurch im Tagesgeschäft oder auch in der Handlungsfähigkeit als Finanzdienstleister?

Im Tagesgeschäft, also wie wir mit uns intern und mit unseren Kundinnen und Kunden zusammenarbeiten, sind die Veränderungen eigentlich nur positiv. Natürlich bringen ESG-Kriterien rein über die Regulatorik und Taxonomie, die wir jetzt schon erfüllen müssen und eigentlich übererfüllen, neue Regeln oder Anforderungen. Seit knapp einem Jahr werden alle gewerblichen Kreditnehmer und Immobilienkunden mit dem S-ESG-Score der S-Rating- und Risikosysteme auf Branchenbasis geclustert. Für uns heißt das z. B., dass Kunden in Branchen mit hohen ESG-Scorewerten erkannt und weitere Schritte gemeinsam mit dem Kunden analysiert werden und hieraus Maßnahmen angegangen werden können. Zum Thema „Braune Industrie“ hat die Sparkasse an einem Hightech-Standort fast keine Berührungspunkte, auch aufgrund der Volumina ist das eher ein Thema der Landesbanken. 

„Wir wollen 2035 im eigenen Geschäftsbetrieb klimaneutral sein – ehrlich gesagt ohne heute schon genau zu wissen, wie wir da genau hinkommen."

Dr. Sascha Ahnert, Vorsitzender des Vorstandes der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

Ein wesentlicher Hebel des „grünen Fußabdrucks“ bei Dienstleistern wie Sparkassen ist das Thema Immobilie bzw. Immobilienbestand. Wie gehen Sie damit grundsätzlich/strategisch um?

Als ich zur Sparkasse Darmstadt kam, habe ich Ende 2017/Anfang 2018 versucht, mir ein allgemeines Bild zum Immobilienbestand zu verschaffen, was durch das gewachsene Portfolio gar nicht so einfach war. Da war das Thema Nachhaltigkeit eigentlich noch weit weg. Dennoch war klar, dass wir hier was machen müssen. Die Sparkasse Darmstadt hat viele eigene Immobilien, zum Teil gemischt genutzte wie etwa Geschäftsstellen, Handel, Wohnen. Dann haben wir im Moment noch sechs Verwaltungsstandorte über das Stadtgebiet verteilt, was weder organisatorisch noch ökologisch Sinn macht.

Wir konzentrieren uns daher künftig auf zwei Immobilien für unsere Verwaltung: die sichtbare Präsenz und  den Anlaufpunkt für unsere Kundinnen und Kunden in der Hauptstelle am Luisenplatz und den derzeitigen Neubau „NEO“ als hochfunktionales und fungibles reines Verwaltungsgebäude. Das NEO wird auf einem sehr hohen Standard mit DGNB-Gold-Zertifizierung errichtet inkl. Wärmepumpe, Fernwärme, Fernkälte, PV-Anlage. Also: zukunftssicher. Das bringt interne Umzüge mit sich, die nicht für alle Beteiligten einfach sind, aber wir sind überzeugt, mit diesen zwei Standorten auf dem richtigen Weg zu sein – als wichtige Ergänzung zum mobilen Arbeiten.

Für uns sind Führung und vor allem Fürsorge für unserer Mitarbeitenden besonders wichtig und hierfür benötigen wir auch weiterhin den täglichen persönlichen Austausch. Nach dem NEO gehen wir die Revitalisierung der Hauptstelle hier im Herzen von Darmstadt an – die Analyse ist bereits abgeschlossen, es liegt jedoch noch kein offizieller Beschluss vor, der mit belastbaren Zahlen unterlegt werden kann. Das klare Ziel ist eine deutliche energetische Verbesserung.


Die Hauptstelle als „grüne Visitenkarte“ – stimmen Sie dem zu?

Ich stimme dieser Aussage absolut zu – eigentlich über „grün“ hinaus. Ziel ist, die Standards in der Hauptstelle in Darmstadt auch anzupassen – einerseits um energetische Themen zu erweitern, andererseits aber auch zur Verbesserung von Arbeitsqualitäten wie beispielsweise Veränderung der Gebäudestruktur zur Schaffung von Kommunikationszonen, Intensivierung des Teamworks, besseres Arbeitsklima und vieles mehr. Aber wir wollen der Stadt, ihren Besucherinnen und Besuchern sowie unseren Kundinnen und Kunden auch mit einer Gestaltung nach außen zeigen, dass wir das Thema Nachhaltigkeit – oder eben ESG – zum Wohl unserer Region ernst nehmen.

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Gleichwohl: Wie viel „Immobilie“ sollte sich ein (Dienstleistungs-)Unternehmen in Zeiten digitaler Transformation im Hinblick auf Nachhaltigkeit und CO2-Emissionen zukünftig noch leisten?

Das ist das Spannungsfeld zwischen regionaler Präsenz, die uns wichtig ist, und dem, was sich – betriebswirtschaftlich und ökologisch – noch rechnet. Derzeit bestehen bereits Kooperationen mit der Volksbank vor Ort an einigen personenbesetzten Geschäftsstellen, an denen sich eine 100%ige Sparkassennutzung nicht lohnen würde. Wir teilen uns die Flächen und sparen damit effektiv Kosten und Emissionen, anders als wenn wir das allein machen würden. Somit entsteht ein erheblicher Vorteil für beide Banken und es können viele Standorte weiterhin bestehen bleiben.

In den letzten beiden Jahren haben wir gemeinsam mit der Volksbank im Rahmen unserer verbundüberschreitenden Kooperation bereits vier gemeinsam betriebene SB-Stellen sowie zwei Geldautomaten-Standorte realisiert. Darüber hinaus betreiben wir gemeinsam vier mitarbeiterbesetzte Filialen. In zwei weiteren mitarbeiterbesetzten Sparkassenfilialen teilen sich Volksbank und Sparkasse den SB-Bereich.

Darmstadt ist als Forschungsstandort einer der großen Innovationsregionen in Deutschland. Welche Rolle nehmen Sie hier als Sparkasse und regionaler Marktführer ein? Was bedeutet das für Ihren Beitrag zu „Zukunftsthemen“?

Darmstadt ist eine dynamische Region mit extrem spannenden Unternehmen und einer tollen Gründerszene. Ich glaube, die Politik wird die Transformation alleine nicht schaffen, es kann nur über Existenzgründung gehen – und das unterstützen wir. Wir haben im letzten Jahr rund 8 Mio. € für Unternehmensgründungen zur Verfügung gestellt. In Darmstadt laufen viele Zahnräder zusammen, die Gutes für Neugründungen tun, ich denke u.a. an das Technologie- und Gründerzentrum HUB 31 oder das HIGHEST Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt. In diesem Jahr wird der Hessische Gründerpreis in Darmstadt in Kooperation mit unserem Haus verliehen. Durch Innovation und kreative Ideen schafft man den Wandel – eben auch zur Nachhaltigkeit. Existenzgründung ist ein spannendes Thema und die Unterstützung und Begleitung der Gründerinnen und Gründer eine echte Zukunftsaufgabe, der wir uns gerne stellen.

Herr Dr. Ahnert, herzlichen Dank!