Dieser Effekt ist strukturell, nicht vorübergehend. Der Trend ist klar: „Aufgrund der zunehmenden Bankenregulierung hat in erster Linie der deutsche Mittelstand große Herausforderungen in der Kapitalbeschaffung zu bewältigen“, so DAL-Geschäftsführer Kai Eberhard. Die Folge:
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Bankkredite werden selektiver
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Unternehmen brauchen mehr Finanzierungsquellen
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Alternative Anbieter werden zu strategisch wichtigen Partnern
Wer sich beim Thema Finanzierung breiter aufstellt, schafft für sein Unternehmen mehr Spielräume – und macht sich unabhängiger von den enger werdenden Grenzen klassischer Hausbankfinanzierung. Und auch wenn die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit schleppender Konjunktur und hohem Zinsniveau nicht der Auslöser sind, so verschärfen sie doch die Situation für viele Unternehmen. Denn gerade jetzt müssen sie investieren, um sich fit für die Zukunft zu machen.
Egal ob Investitionen in die Anpassung von Geschäftsmodellen oder Wachstumsvorhaben, Modernisierung von Immobilien oder digitale Transformation: Unternehmen müssen nach alternativen Wegen suchen, um Kapital zu mobilisieren — mit langfristigeren Laufzeiten oder flexibleren Strukturen, weg vom klassischen Bankdarlehen.
Wo ist Kapital sinnvoll gebunden?
Eine Option, die dabei in den Fokus strategischer Überlegungen rückt, ist die Gewerbeimmobilie. Eigene Grundstücke und Gebäude stellen im Verhältnis zur Bilanzsumme oft eine bedeutende Größe dar. Das spiegelt meist nicht die Rolle zur Sicherstellung des Betriebs wider. Heute liegt der Fokus darauf, die Aufwände möglichst gering zu halten, um Ressourcen für das Kerngeschäft freizusetzen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das Binden von Kapital an dieser Stelle oft nicht effizient. Eigenkapital, das in Beton gebunden ist, lässt sich an anderer Stelle oft produktiver und gezielter zur Entwicklung des Kerngeschäfts einsetzen.
Immobilien-Leasing kann hier nicht nur als bloße Finanzierungsalternative, sondern als strategischer Hebel eingesetzt werden: Immobilienwerte lassen sich flexibel in die Unternehmensentwicklung einbinden und das Realisieren gebundener Werte neue Spielräume öffnen. Auch für das Dauerbrennerthema „Nachfolgeregelung“ gibt es Vorteile, wenn beispielsweise operatives Geschäft und Immobilienvermögen voneinander getrennt werden sollen.
Üblich ist die Gestaltung von Off-Balance-Strukturen vieler Leasing-Lösungen, d. h. das Investitionsvorhaben findet nicht in der Bilanz des Leasingnehmers statt. Dadurch lassen sich Unternehmenskennzahlen verbessern, was beispielsweise im Rahmen von zunehmenden internen oder externen Covenant-Vereinbarungen wertvolle Handlungsspielräume eröffnet.