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Firmengebäude for Future

Firmengebäude for Future

Mit diesen fünf Tipps verbessern Sie ihr Gebäude nachhaltig

Im Jahr 2020 investierten rund 460.000 mittelständische Unternehmen insgesamt 22 Milliarden Euro in Vorhaben, die auch dem Klimaschutz dienen. Damit wurde gut rund jeder zehnte Euro der Investitionen für Klimaschutzvorhaben aufgewendet, rechnet die KfW in einer Studie vor, die sie im Dezember 2021 veröffentlicht hat. Und das ist erst der Anfang. Das Engagement dürfte weiter zunehmen, erwarten die Experten.
Mehr als jedes siebte Unternehmen plant demnach, bis Ende 2022 entsprechende Projekte anzugehen, hat dies bislang aber noch nicht getan. Es geht um Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion und vor allem im betrieblichen Gebäudebestand. Letztere hat die Bundesregierung mit dem Stopp der KfW-Förderung für effiziente Gebäude (BEG) Ende Januar 2022 zwar einen Dämpfer versetzt. Doch es gibt noch immer Möglichkeiten, Ökologie und Ökonomie zu verbinden. Welche großen und kleinen Maßnahmen sinnvoll sind und wie Unternehmen sie planen und finanzieren:

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Bildquelle: HANDELSBLATT MEDIA GROUP

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1. Was bedeutet der Förderstopp für Unternehmen, die einen Neubau planen oder ihr bestehendes Firmengebäude sanieren möchten?

Die Neubauförderung der KfW und die Fördertöpfe für die Komplettsanierung bestehender Immobilien liegen auf Eis. Nicht betroffen sind jedoch Zuschüsse, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für energetische Einzelmaßnahmen vergibt, zum Beispiel für den Austausch der Heizung, der Fenster oder das Dämmen der Fassade. Und auch KfW-Programme, wie die „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz“ und „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“, laufen weiter. Mit ihnen können Unternehmen einzelne Investitionen in Beleuchtung, Druckluft, IT, Lüftungs- oder Kältetechnik sowie in erneuerbare Energien finanzieren. Sie sollten sich deshalb zunächst einen guten Überblick über ihre Immobilie und die Gebäudetechnik verschaffen und analysieren, welche Instandhaltungen ohnehin anstehen oder welche Maßnahme den größten Nutzen hat.

2. Welche weiteren Förderalternativen gibt es?

Dass es eine breite Förderung braucht, um den Gebäudebestand in Deutschland klimafreundlich zu modernisieren, darin sind sich Experten einig. Neben dem Bund unterstützen aber auch viele Bundesländer mit eigenen Programmen. Manche vergeben zinslose Darlehen, andere gewähren auch Zuschüsse. Sogar Kommunen legen eigene Förderungen auf, die in der Regel mit Landes- und Bundesförderungen kombinierbar sind. Eine Garantie gibt es für diese Gelder aber nicht. Auch sie sind nur so lange verfügbar bis der entsprechende Fördertopf leer ist.

3. Was sollten Unternehmer, die energieeffizient bauen oder sanieren, generell beachten?

„Um Energieeffizienz herstellen zu können, muss in vielen Bereichen investiert werden“, sagt Claus Faruß, Geschäftsführer des auf Klimaengineering, Green Building Design und Energieberatung spezialisierten Ingenieurbüros P. Jung (IPJ) in Köln. Voraussetzung sei stets eine gut gedämmte Gebäudehülle. Bei der Technischen Gebäudeausstattung (TGA) wiederum komme die Renaissance einer Energieform ins Spiel: „Die Konzepte werden stromorientierter werden, da dieser immer grüner wird“, sagt Claus Faruß. Öl- und Gas haben mittelfristig keine Zukunft, denn allein durch die CO2-Besteuerung werden deutlich höhere Kosten entstehen. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2-Online hat berechnet, wie die Heizkosten für eine durchschnittliche Privatwohnung im Jahr 2021 gestiegen sind: bei Heizöl um 44 Prozent, bei Gas um 13 Prozent. In Unternehmen, die große Büroflächen oder Hallen warmhalten müssen, machen sich solche Steigerungen besonders bemerkbar. „Man kann sich nicht genug mit dem Thema Planung, im Sinne von Zukunftsplanung, beschäftigen“, ergänzt Stefan Mayer-Elgner, Senior Consultant bei der DAL. In Zukunft werde es vor allem um CO2-Neutralität gehen, erwartet Stefan Mayer-Elgner. „Dann wird ein möglichst emissionsfreier Betrieb im Fokus stehen.“ Diesen ermöglichen etwa Wärmepumpen, im besten Fall mit Erdsonden, die mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden. 

Firmengebäude for Future
Bildquelle: iStocks, AndreyPopov

4. Ab wann rechnen sich Investitionen in effiziente Gebäude?

Holger Würk, Geschäftsführer der DAL Bautec beobachtet, dass sich die Betrachtung der Kostenseite mehr und mehr ändert. „Wir haben über Jahrzehnte gelernt, dass die Investitionskosten den ‚Preis‘ eines Gebäudes ausmachen“, sagt er. Nun aber würden die laufenden Aufwendungen immer wichtiger. „Hier muss sich der Bauherr Gedanken über die Erhaltung der Anlagen und die Gebäudeversorgung machen.“ Erdwärmeanlagen etwa erscheinen zunächst teurer, doch die Sonden müssen 50 Jahre oder länger nicht gewartet werden. Die Kosten im laufenden Betrieb sind also deutlich geringer als bei einer konventionellen Heizungsanlage.

5. Wie behalten Unternehmen bei schnell wechselnden Rahmenbedingungen den Überblick?

„Der Schlüssel wird sein, Konzepte zu entwickeln, in denen die Veränderung fester Bestandteil ist“, sagt Holger Würk. Die DAL leistet genau das – mit individuellem Immobilien-Consulting. Als Bauprojektmanager arbeiten Holger Würk und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng mit Spezialisten wie Ingenieuren und Fachplanern, TGA-Planern, Architekten und Energieberatern zusammen. Zu Beginn eines Projekts analysieren die Experten den Ist-Zustand, ermitteln den Nutzerbedarf, zeigen auf, welche Kosten zu erwarten sind und welche (Förder-)Möglichkeiten es gibt. „Wir beobachten, dass es Kunden häufig schwerfällt, bei der Vielzahl der möglichen Optionen, Prioritäten zu setzen. Hier können wir als DAL mit unserem Wissen aus verschiedenen Branchen und Geschäftsmodellen kompetenter Ratgeber sein.“



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Bildnachweis Bühnenbild: iStock, alvarez