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DAL Corporate Blog

 
 
26.08.2019
von: Birgid Reinel

Den Weg bereiten für die digitale Transformation

Partnerschaft zwischen SAP und DAL/Deutsche Leasing - ein Erfolgsmodell mit Blick in die Zukunft

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Alle reden von der digitalen Transformation. Doch bleibt häufig unklar, welche konkreten Schritte Unternehmen auf dem Weg dorthin wirklich voranbringen. Deshalb sind SAP und DAL im August 2018 eine Partnerschaft eingegangen, um die Digitalisierung in mittelständischen Firmen zu fördern und die Entscheider bei dieser rasanten Entwicklung zu unterstützen. Ein Gespräch mit Angelika Krämer, Software Program Manager IT, und Clemens Rösler, Abteilungsleiter Produktmanagement DAL, beleuchtet, wie Unternehmen von der Kooperation der beiden Partner profitieren.
Durch die Partnerschaft mit SAP sind wir jetzt mit einem der großen Digitalisierungs-Treiber verbunden. Wofür steht SAP aus Ihrer Sicht?

A. Krämer: SAP steht für Digitalisierung und Innovationskraft wie kein anderes Unternehmen. Mit seinen 89.000 Mitarbeitern in 130 Ländern und seinen 380.000 Kunden in mehr als 180 Ländern wird schnell klar, dass es sich hier um ein Schwergewicht in der Software-Branche handelt. SAP prägt mit seinen Entwicklungen maßgeblich die Digitalisierung auf der ganzen Welt. Dabei steht immer der Run-Simple-Ansatz im Vordergrund: Digitalisierung soll nicht zu erhöhter Komplexität führen, sondern die Welt einfacher machen, das ist das Motto von SAP CEO Bill McDermott.

Die Digitalisierung bringt Chancen, birgt aber auch Risiken – Stichwort Disruption.

C. Rösler: Ja klar, Veränderungen bringen immer Risiken, aber eben auch eine Aufbruchstimmung und erhebliche Chancen, von denen wir profitieren möchten. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet, denn Veränderungen werden nur dann zum Risiko, wenn man sie ignoriert. Wir tun genau das Gegenteil und arbeiten aktiv an Lösungen für die neuen Herausforderungen. Dass es sich dabei um ein ambitioniertes Ziel handelt, wird deutlich, wenn man betrachtet, in welcher Geschwindigkeit sich der IT-Markt weiterentwickelt. Aktuell vollziehen sich fundamentale Veränderungen in nie dagewesenem Ausmaß durch sogenannte „disruptive Geschäftsmodelle“. Dabei werden bestehende traditionelle Geschäftsmodelle, Produkte, Technologien und Dienstleistungen von innovativen Erneuerungen abgelöst und teilweise vollständig verdrängt. So besitzt und betreibt beispielsweise das größte Taxiunternehmen Uber keine eigenen Fahrzeuge mehr oder der größte Übernachtungsanbieter Airbnb hat keine eigenen Hotels. Stattdessen entsteht Wertschöpfung digital und Plattformanbieter übernehmen die Vorherrschaft im Markt.

Was bedeutet Digitalisierung denn für die DAL als Asset-Finanzier, wenn die Bedeutung der Assets scheinbar verschwindet?

A. Krämer: Sie verschwindet nicht, wie man am Beispiel Uber meinen könnte, sie verändert sich nur. Das wird deutlich an einem weiteren wichtigen Treiber, der im Rahmen der Disruption zu erheblichen Veränderungen im Markt führt: dem Internet der Dinge, kurz IoT – Internet of Things. Immer mehr Objekte, Geräte und Maschinen werden digitalisiert, sind untereinander vernetzt und tauschen Daten über Cloud-Plattformen aus, die dort in Echtzeit verarbeitet werden. Auf Basis dieser Daten werden komplexe Prozesse angestoßen und abgearbeitet. Ein prominentes Beispiel für IoT ist Industrie 4.0, im Zuge derer ganze Produktionsstraßen mit Sensorik versehen und digitalisiert werden. Dies bietet beispielsweise die Möglichkeit, Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren, bevor es zum Ausfall der Maschine kommt, und entsprechend einzugreifen durch vorausschauende Wartung oder Optimierung von Auslastungskurven. Darüber hinaus stehen Echtzeitdaten in nie zuvor da gewesenem Ausmaß zur Verfügung, auf deren Basis neue Geschäftsmodelle umgesetzt werden können. Im Rahmen des Siegeszuges des Internet der Dinge werden auch zunehmend Objekte digitalisiert, die früher keine aufwendigen IT-Prozesse benötigten. SAP unterstützt die Entwicklungen rund um IoT aktiv mit entsprechenden Software-Lösungen und Cloud-Angeboten und ist eine der treibenden Kräfte in diesem Markt. Damit verbunden sind natürlich erhebliche Investitionen, um deren Strukturierung und Finanzierung wir uns als SAP-Partner dann bewerben.

Welche neuen Anforderungen stellt diese Entwicklung an Deutsche Leasing und DAL als Finanziers?

C. Rösler: Um als Finanzier nachhaltig erfolgreich zu bleiben, muss man sich der Innovationsgeschwindigkeit des Marktes anpassen und frühzeitig auf neue Entwicklungen reagieren. Denn einerseits machen die digitalen Geschäftsmodelle neue Abrechnungsmethoden erforderlich, beispielsweise in Form von Pay-per-Use. Andererseits wollen die Kunden immer weniger Zeit
investieren, um sich selbst eingehend mit den neuen Technologiethemen zu beschäftigen. Stattdessen lagern sie diese Aufgaben aus, konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft und überlassen Spezialisten die Umsetzung der komplexen Sachverhalte, was auch unter dem Begriff Managed Services bekannt ist, wobei Hardware, Software, Dienstleistungen und Finanzierung über einen Anbieter zu einem Paket verschnürt und gemeinsam angeboten werden. Früher hat der Kunde selbst entschieden, welche Kombination aus Hardware, Software und Dienstleistungen er nutzen möchte und bei welchem Finanzierungsinstitut er die Investitionen platziert. Im Zeitalter der Disruption streben die Kunden nach Funktionsfinanzierungen. Für IT-Systeme bedeutet das, dass die Unternehmen Aufwands- und Risikominimierung betreiben, indem sie eine Software lediglich nutzen wollen. Die damit verbundene Standardisierung wird zunehmend nicht mehr als Fluch, sondern als Segen empfunden, denn so bleiben die IT-Systeme flexibel und wartungsarm. Mit diesem Wandel verschiebt sich gleichzeitig die Investition vom Endkunden auf den Partner, der als Generalübernehmer alle Aktivitäten in Richtung Endkunde bündelt und alles als ein „as a service“- Modell zur Verfügung stellt.

A. Krämer: Doch nicht nur die ITBranche ist von der Disruption betroffen, immer mehr Asset-Gruppen werden durch das Internet der Dinge digitalisiert und unterliegen damit neuen Anforderungen an das Investitionsverhalten der Unternehmen. Das digitale Umdenken muss somit in allen Bereichen der Finanzierungspartner, eben auch bei Deutsche Leasing und DAL, stattfinden. Aber ich denke, da sind wir auf einem guten Weg.

Geben wir durch die Zusammenarbeit mit SAP denn nicht unsere Unabhängigkeit auf? Oder anders gefragt: Wozu braucht es so eine Partnerschaft?

A. Krämer: Wir handeln ja aus einer sehr starken Position heraus. Deutsche Leasing und DAL sind durch ihre breite Aufstellung und die Abdeckung aller Asset-Gruppen optimal auf zukünftige Anforderungen aus dem Investitionsverhalten in unseren Zielmärkten ausgerichtet. Das Know-how aus dem IT-Bereich kann zielführend in den anderen Bereichen eingebracht werden, die sich nun einer Digitalisierung gegenübersehen. Dafür ist es jedoch notwendig, nicht nur von der Vertragsseite für alle Anforderungen des Marktes eine passgenaue Finanzierungslösung bereitstellen zu können. Wir müssen auch die entsprechenden Partner mit in die Transaktion einbinden, um den Endkunden den maximalen Mehrwert zu bieten. Nur durch Partnerschaften ist es möglich, nah an den Entwicklungen des Marktes zu bleiben. Zusätzlich können über Partner Endkundenprojekte schneller identifiziert werden und in enger Zusammenarbeit umfassende Mehrwertleistungen aus den Portfolios des Partners und der DAL/DL gemeinsam kreiert werden.

C. Rösler: Die Partnerschaft zwischen SAP und der DAL/Deutsche Leasing schafft jetzt die Grundlage dafür, dass durch den Abbau von Investitionshürden Unternehmen ihre komplexen Innovationsvorhaben schneller umsetzen und mehrere Vorhaben parallelisieren können. Vom bereits seit vielen Jahren angebotenen Software-Projektleasing für Endkundenprojekte bis hin zu cloudbasierten Digitalisierungsvorhaben stellen wir dem Markt passgenaue Finanzierungslösungen zur Verfügung. Die Partnerschaft mit SAP zertifiziert diese Leistungsfähigkeit. SAP wiederum profitiert von DAL und Deutsche Leasing als einem leistungsstarken Finanzierungspartner, der die digitale Transformation in doppelter Weise unterstützt: Wir begleiten die Kunden bei ihren kostenintensiven Digitalisierungs- und Transformationsprojekten und arbeiten mit SAP an zukünftigen leistungs- oder nutzungsabhängigen Abrechnungsmodellen. Nur mit einem soliden Finanzkonzept als Fundament gelingt es Unternehmen, die Chancen der Disruption und der Vernetzung über das Internet der Dinge auch nachhaltig zielführend und gewinnbringend für sich zu nutzen.

Frau Krämer, Herr Rösler, danke für das Gespräch.