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Jede unbesetzte Stelle kostet im Schnitt 29.000 Euro

Jede unbesetzte Stelle kostet im Schnitt 29.000 Euro

Vakanzen schnell zu beheben wird immer schwieriger – und immer wichtiger

Tobias Zimmermann macht Unternehmern wenig Hoffnung: „Die Kennzahl für den Arbeitsmarkt der Zukunft und seine Herausforderungen wird bald nicht mehr die Zahl der Arbeitslosen sein, sondern die Zahl der unbesetzten Stellen“, sagt er. Eine Umkehr dieses Trends werde es vorerst nicht geben. Zimmermann beruft sich dabei auf zahlreiche Studien und Untersuchungen, die er mit seinem Team für seinen Arbeitgeber, die Online-Jobbörse Stepstone, erstellt. Dort bricht die Zahl der Stellenangebote schon seit Monaten alle Rekorde. Zwischen März 2022 und dem März des Vorjahres ist sie um 55 Prozent gestiegen. Vor allem im Personalwesen (+85 Prozent) und in der Logistik (+82 Prozent) suchten Unternehmen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Nur knapp dahinter folgen mit der Pflege (+70 Prozent) und dem Handwerk (+67 Prozent) zwei Branchen, die bereits seit Jahren über Personalmangel klagen. „Unternehmen suchen händeringend neue Mitarbeiter in allen Bereichen – trotz aktueller Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges und der Pandemie“, beobachtet Zimmermann.

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Bildquelle: HANDELSBLATT MEDIA GROUP

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Die Situation verändert die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt dramatisch. Konkurrierten vor wenigen Jahren noch ein Dutzend Interessenten um eine Stelle, ist es inzwischen umgekehrt. Wie stark Unternehmen von Bewerbern abhängen, zeigt auch das KfW-ifo-Fachkräftebarometer. Dafür befragen die Förderbank und das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut einmal pro Quartal mehr als 9.000 Unternehmen. 44 Prozent von ihnen sehen sich inzwischen durch den Fachkräftemangel in ihrer Geschäftstätigkeit behindert. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 waren es dagegen nur knapp 29 Prozent.

Personalengpass bremst den Aufschwung

Die Zahlen machen deutlich: Es wäre ein Fehler, bei Engpässen, die den Aufschwung behindern, nur an gestörte Lieferketten und knappe Rohstoffe und Vorleistungen zu denken. Auch unbesetzte Stellen kosten Unternehmen Produktivität und damit bares Geld. Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat Anfang 2022 veröffentlicht, dass der Arbeitskräftemangel die hiesige Wirtschaft bis zum Jahr 2035 rund 326 Milliarden Euro kosten könne. Noch detaillierter haben Tobias Zimmermann und Stepstone nachgerechnet. Sie beziffern nun die sogenannten „Cost of Vacancy“, also Kosten, die eine unbesetzte Stelle verursacht, für unterschiedliche Unternehmensgrößen und Branchen:

Im Schnitt entstehen demnach Unternehmen mit jeder unbesetzten Stelle Kosten von einmalig 29.000 Euro, wobei sie mit zunehmender Unternehmensgröße steigen. Wer mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt, verliert je unbesetzter Stelle bis zu 73.000 Euro.
Als Berechnungsgrundlage für diese Zahlen wählten Zimmermann und Kollegen das durchschnittliche Tagesgehalt der jeweiligen Berufsgruppe und multiplizierten es mit der Vakanzzeit. Sie nahmen an, dass das Gehalt die Mindestwertschöpfung sei, die ein Angestellter für seinen Arbeitgeber generiert. Tatsächlich müsste die Wertschöpfung noch höher sein als das Gehalt, ansonsten würden Unternehmen keine Gewinne machen. Doch die Ergebnisse lassen eine Tendenz erkennen.

Besonders teuer über alle Unternehmensgrößen hinweg sind leere Schreibtische mit durchschnittlich 37.700 Euro im Gesundheitsbereich, 36.600 Euro im Vertrieb und mit 32.600 Euro je Stelle im Handwerk. Vergleichsweise glimpflich kommen Unternehmen davon, die Personal für die Administration (16.056 Euro), die Logistik (22.016 Euro) oder die Buchhaltung (23.440 Euro) suchen.

Vakanzkosten vs. Mitarbeiterbindung
Bildquelle: iStock, LumineImages

Vakanzkosten vs. Mitarbeiterbindung

Zimmermann stellt klar: „Schon heute verzeichnen Unternehmen Umsatzeinbußen, weil sie sehr lange brauchen, um eine offene Stelle zu besetzen. Sie werden daher künftig wesentlich stärker in schnelles Recruiting und langfristige Mitarbeiterbindung investieren müssen.“ Welche Wege Unternehmen dabei einschlagen können, hat Stepstone in einer internationalen Studie ermittelt, in der von Dezember 2021 bis Januar 2022 rund 20.000 Arbeitnehmer aus den USA, Großbritannien, Deutschland und China befragt wurden. Aus den Ergebnissen leiten die Arbeitsmarktforscher ab, was Fachkräfte anzieht und an Arbeitgeber bindet.

So könnte das Tauziehen der Unternehmen um begehrte Mitarbeiter zu einer Arbeitswelt führen, die sich noch stärker an deren Bedürfnissen orientiert – nicht nur bei Faktoren wie Gehalt, Arbeitszeit und Benefits, sondern weit darüber hinaus, wie diese vier Beispiele zeigen:

1. Mehr Diversität, mehr Flexibilität

Flexible Arbeitsmodelle, flächendeckende Kinderbetreuung und Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen wünschen sich hierzulande 71 Prozent der Männer und 87 Prozent der Frauen. Damit erhielten diese Maßnahmen die größte Zustimmung unter den deutschen Befragten, gefolgt vom Wunsch zu mehr Gestaltungsfreiheit bei Arbeitsort, -zeit, und -inhalten.

2. Konsequente Automatisierung

Der Möglichkeit, repetitive und unproduktive Aufgaben von Robotern, Automaten oder intelligenter Software erledigen zu lassen, stehen 69 Prozent der Befragten positiv gegenüber. Vor allem aus dem Top-Management gibt es dafür große Zustimmung (75 Prozent), deutlich weniger von Menschen, die als einfache Angestellte oder Hilfskraft arbeiten (57 Prozent). Wichtig wird es deshalb sein, im gleichen Zuge wie Aufgaben zu automatisieren auch Mitarbeiter zu qualifizieren und ihre Tätigkeiten aufzuwerten.

Kollege Cobot

Lange wurden Roboter als Bedrohung für Arbeitsplätze angesehen. Doch mit dem demografischen Wandel sehen immer mehr Unternehmen die Chancen. Lesen Sie hier, welchen spannenden Ansatz Cobots eröffnen, also kollaborierende Roboter, die Tätigkeiten übernehmen und mit Menschen zusammenarbeiten.

3. Migration und Integration fördern

Durch noch gezieltere Kampagnen und bessere Integration in die Gesellschaft könnten viele Stellen besetzt werden, glauben 63 Prozent der Befragten. Schon in der Vergangenheit haben Zuwanderer aus dem Ausland, etwa nach der EU-Osterweiterung den Mangel bei Pflegepersonal und Mitarbeitern in der Logistik etwas gemindert. Inzwischen zieht es viele allerdings wieder zurück in die Heimat, weil sie in Deutschland nicht so arbeiten konnten, wie sie es sich erhofft haben – etwa weil Berufsabschlüsse nicht eins zu eins anerkannt wurden.

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Länger arbeiten

Die Akzeptanz von Regelungen, die ältere Menschen länger im Arbeitsmarkt halten, ist durchwachsen. So glaubten in der Stepstone-Studie nur 26 Prozent, dass dies dabei helfe, die wirtschaftliche Stärke zu erhalten. Allerdings hängt die Zustimmung stark vom Alter der Befragten ab. Während bei den unter 30-Jährigen nur jeder Fünfte zustimmte, war es bei den über 60-Jährigen jeder Zweite. Auch hinsichtlich der Führungsverantwortung zeigten sich Unterschiede: 44 Prozent der Personen aus dem Top-Management befürworten die Maßnahme im Vergleich zu 25 Prozent aus dem mittleren Management und 24 Prozent bei Befragten ohne Führungsverantwortung.



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Bildnachweis Bühnenbild: iStock, AndreyPopov